HERBSTVERSAMMLUNG  

 

Der Vorsitzende Karl-Heinz Lutsch berichtete im vollbesetzten Saal des Gasthauses zur Post über die vielfältigen  Aktivitäten

des zurückliegenden Jahres, unter anderem auf der Streuobstwiese, sowie den Ausflug zur Roseninsel und dem Prälatengarten in Schäftlarn.

Als großes Problem bezeichnet Karl-Heinz Lutsch die Bekämpfung des aus Asien eingeschleppten Buchsbaumzünsler.

Mit der Vorschau auf das Gartenjahr 2017 beendete der Vorsitzende seinen Bericht.

 

Als Referenten des Abends begrüßt er zum Thema: „Der heilende Garten- Der Garten im Wandel der Zeit“,

den sehr kompetenten und rhetorisch brillanten Thomas Janschek.

 

Zum Beginn seines Vortrages zitierte Thomas Janschek sinngemäß den Satz aus Genesis: „Die Welt bebauen und behüten“.

Mit der Geschichte des Gartenbaues begann der Referent mit dem Paradiesgarten.

Mit der Landgewinnung durch das Roden der Wälder begann die Entwicklung der Gärten.

Im Mittelalter und der Römerzeit wurden viele Bäume und Kräuter eingeführt. Lukullus z.B. hat die Kirsche zu uns gebracht.

Seit etwa 350 Jahren gibt es bei uns die Apfelsorte „Gravensteiner“.

Die ebenfalls sehr alte Apfelsorte „Berlepsch“ hat viel Vitamin C und verursacht keine Allergien.

Angefangen mit den sogenannten Mariengärten (Lilien, Gänseblumen, Wegerich, Jris usw.) ging dann die Entwicklung über die Lustgärten

der Renaissance (Prunk und Macht, fremdländische Pflanzen) hin zu den englischen  Landschaftsgärten.

Darauf folgten die Villengärten und die Schrebergärten der Eisenbahner. Um 1840 gab es die ersten Kinder-Gärten.

Dann kam die Zeit der Nutzgärten, der pflegeleichte Garten.

Übrigens am 26.Mai 1945 kam von den Amerikanern die Anordnung die Hausgärten wieder in Betrieb zu nehmen.

Die Entwicklung der Gärten ging weiter mit den Rosen- und Koniferen Gärten und den Wohlstandsgärten (Terrassen, Swimmingpool, Gartenmöbel)

und der Naturgärten (Einklang mit der Natur, Harmonie, Teich).

Zurzeit erleben wir die Renaissance der Nutzgärten.

Die Entwicklung der Gärten geht hin zu den Trends wie Pädagogik, Wellness, Therapie und Spiritualität.

Nach der Aufforderung, dass die Sortenpflege beim Obst und Gemüse eine wichtige Aufgabe der Gartenbauvereine ist beendete Thomas Janschek  seinen interessanten Vortrag

mit dem Zitat des Schweizer Landschaftsarchitekten Dieter Kienast:   

„Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage,

denn er erfordert das was in unserer Gesellschaft am Kostbarsten geworden ist,

                                                           Zeit, Zuwendung und Raum“.

 

Vorsitzender Lutsch dankt mit einem Alpenveilchen für den interessanten Vortrag.

Wünscht allen einen guten Heimweg.

Die Herbstblumen auf den Tischen werden an die anwesenden Mitglieder verteilt.

 

Impressionen aus dem Vortrag des Vorsitzenden:

 

 

Eröffnung Radweg                                                                                   auf der Roseninsel

 

 

                                                                                                                                im Prälatengarten
 
 
  
Der "NEUE" und der "ALTE"                                                            Kreisfachberater Markus Breier
 
    
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Stand: 20.10.16